Sativa vs Indica: Unterschiede und Eigenschaften

sativa vs indica

Cannabis, auch als Marihuana oder Hanf bekannt, ist eine faszinierende Pflanze mit einer Vielzahl von Arten und Sorten. Die große Unterschied bei den Arten liegt zwischen Sativa und Indica. Diese beiden Hauptkategorien unterscheiden sich nicht nur in ihrem Erscheinungsbild, sondern auch in ihren Eigenschaften und Wirkungen. In diesem Artikel werden wir einen tiefen Einblick in die Unterschiede und Eigenschaften von Sativa und Indica bieten, um ein besseres Verständnis für diese vielseitige Pflanze zu vermitteln.

Die Unterschiede im Erscheinungsbild

Eine der offensichtlichsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Sativa und Indica sind ihre äußerlichen Merkmale. Hier sind einige der Hauptunterschiede:

Sativa:

  • Höhe: Sativa-Pflanzen sind in der Regel viel größer als Indica-Pflanzen und können eine Höhe von bis zu 4 Metern erreichen.
  • Blätter: Die Blätter von Sativa sind lang und dünn und haben oft eine helle grüne Farbe.
  • Wuchsform: Sativa-Pflanzen wachsen lang und dünn, mit großen Abständen zwischen den Zweigen.

Indica:

  • Höhe: Indica-Pflanzen sind im Allgemeinen kürzer und kompakter, mit einer durchschnittlichen Höhe von 1 bis 2 Metern.
  • Blätter: Die Blätter von Indica sind breit und dunkelgrün.
  • Wuchsform: Indica-Pflanzen haben eine buschige und dicht verzweigte Wuchsform.

Weiteres zu Sativa vs. Indica Unterschiede findet ihr hier. Insgesamt ist die Welt der Cannabis-Sorten äußerst vielfältig und bietet für jeden Geschmack und medizinischen Bedarf eine passende Option.

Die Herkunft und Verbreitung

Die beiden Hauptarten, Sativa und Indica, stammen aus unterschiedlichen geografischen Regionen und haben sich im Laufe der Jahrtausende in verschiedenen Teilen der Welt entwickelt:

  • Sativa: Sativa-Pflanzen haben ihren Ursprung in Ländern wie Jamaika, Thailand, Mexiko und anderen tropischen und subtropischen Regionen. Das warme Klima und die längere Vegetationsperiode in diesen Gebieten haben zur Entwicklung von Sativa beigetragen.
  • Indica: Indica-Pflanzen hingegen stammen aus Ländern wie Pakistan, Indien, Marokko und Afghanistan. Diese Regionen haben ein kühleres Klima und eine kürzere Vegetationsperiode, was zu den charakteristischen Merkmalen von Indica beigetragen hat.

Die Enthaltene Cannabinoide

Cannabis-Pflanzen enthalten eine Vielzahl von Cannabinoiden, darunter die beiden am bekanntesten THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Die Konzentration dieser Cannabinoide variiert je nach Sorte und beeinflusst die Wirkung der Pflanze erheblich.

  • Sativa: Sativa-Sorten neigen dazu, höhere THC-Gehalte aufzuweisen, was zu psychoaktiven Effekten führt. Sie enthalten auch CBD, aber in geringeren Mengen. Sativa wird oft mit einem belebenden und anregenden Hoch in Verbindung gebracht.
  • Indica: Indica-Sorten hingegen haben in der Regel höhere CBD-Gehalte im Vergleich zu THC. Dies führt zu einer entspannenden und beruhigenden Wirkung. Indica wird oft für seine schmerzlindernden und schlaffördernden Eigenschaften geschätzt.

Cannabinoid Profile

Cannabinoide sind die aktiven chemischen Verbindungen in Cannabis, die auf das Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers wirken. Die bekanntesten Cannabinoide sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).

Sativa Cannabis

  • THC-Gehalt: Sativa-Sorten haben tendenziell einen höheren THC-Gehalt im Vergleich zu Indica. THC ist das psychoaktive Cannabinoid, das für das „High“ verantwortlich ist.
  • CBD-Gehalt: Sativa-Sorten haben in der Regel einen niedrigeren CBD-Gehalt. CBD ist nicht psychoaktiv und wird oft für seine medizinischen Eigenschaften geschätzt.

Indica

  • THC-Gehalt: Indica-Sorten haben oft einen moderaten bis hohen THC-Gehalt, aber in der Regel niedriger als der von Sativa-Sorten.
  • CBD-Gehalt: Indica-Sorten enthalten oft höhere CBD-Werte als Sativa-Sorten. Dies trägt zu ihren beruhigenden und entspannenden Eigenschaften bei.

Terpen Profile

Terpene sind aromatische Verbindungen, die nicht nur den Duft und Geschmack von Cannabis bestimmen, sondern auch die Wirkung der Cannabinoide modulieren können. Einige wichtige Terpene in Cannabis sind Myrcen, Limonen, Caryophyllen und Pinene.

Sativa Cannabis

  • Myrcen: Weniger häufig in hohen Konzentrationen. Myrcen hat beruhigende Eigenschaften und kommt häufiger in Indica vor.
  • Limonen: Häufig in Sativa-Sorten. Limonen hat einen zitrusartigen Duft und wirkt stimmungsaufhellend und energisierend.
  • Terpinolen: Oft in Sativa-Sorten zu finden, hat einen blumigen und frischen Duft und wirkt belebend.

Indica Cannabis

  • Myrcen: Häufig in hohen Konzentrationen. Myrcen verleiht einen erdigen Duft und fördert beruhigende Effekte.
  • Caryophyllen: Hat einen würzigen, pfeffrigen Duft und kann entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften haben.
  • Linalool: Verleiht einen blumigen Duft und hat beruhigende und angstlösende Eigenschaften.

Auswirkungen auf die Pflanze und den Konsumenten

Sativa Weed

  • Wachstumscharakteristik: Sativa-Pflanzen sind größer, haben dünnere Blätter und eine längere Blütezeit.
  • Wirkung auf den Konsumenten: Sativa wird oft als zerebral anregend und kreativitätsfördernd beschrieben. Es kann das Energieniveau erhöhen und die Stimmung verbessern, weshalb es oft tagsüber konsumiert wird.

Indica Weed

  • Wachstumscharakteristik: Indica-Pflanzen sind kürzer, buschiger und haben breitere Blätter. Sie haben eine kürzere Blütezeit.
  • Wirkung auf den Konsumenten: Indica wirkt körperlich entspannend und beruhigend. Es kann helfen, Schlaflosigkeit zu bekämpfen und Schmerzen zu lindern, weshalb es oft abends oder vor dem Schlafengehen konsumiert wird.

Die Unterschiede in den Cannabinoid- und Terpenprofilen von Sativa und Indica sind signifikant und beeinflussen sowohl die Pflanze als auch die Wirkung auf den Konsumenten. Sativa-Sorten neigen dazu, höhere THC- und niedrigere CBD-Gehalte zu haben, begleitet von energetisierenden Terpenen wie Limonen und Terpinolen. Indica-Sorten hingegen weisen oft höhere CBD-Werte und beruhigende Terpene wie Myrcen und Linalool auf, was zu ihren entspannenden und beruhigenden Effekten beiträgt. Diese Unterschiede machen jede Sorte für verschiedene medizinische und Freizeitbedürfnisse geeignet.

Die Höhe und Wachstumsform

Die Größe und die Wachstumsform der Pflanze sind entscheidende Unterscheidungsmerkmale zwischen Sativa und Indica:

  • Sativa: Aufgrund ihrer Größe und ihres schlanken Wuchses sind Sativa-Pflanzen ideal für den Outdoor-Anbau geeignet. Sie benötigen viel Platz und eine längere Wachstumsperiode. Sativa-Pflanzen können bis zu 12 Wochen blühen.
  • Indica: Indica-Pflanzen sind kompakter und buschiger, was sie für den Indoor-Anbau besser geeignet macht. Sie haben eine kürzere Blütezeit von etwa 6 bis 9 Wochen.

Die Blütezeit und das Aroma

Die Blütezeit und das Aroma der Pflanzen variieren ebenfalls zwischen Sativa und Indica:

  • Sativa: Sativa-Pflanzen haben eine längere Blütezeit von etwa 9 bis 12 Wochen. Ihr Aroma ist oft erdig und krautig.
  • Indica: Indica-Pflanzen blühen schneller, in etwa 6 bis 9 Wochen. Ihr Aroma ist in der Regel kräftig und holzig.

In Österreich wird der medizinische Cannabisanbau von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) reguliert. Der Staat erkennt THC als Droge an, nicht jedoch andere Cannabinoide. Daher ist der Anbau von THC-haltigem Cannabis illegal, während CBD-haltige Produkte legal verkauft werden können.

Die Wirkung und Verwendung

Die Wirkung von Sativa und Indica auf den Körper und Geist variiert erheblich und bestimmt häufig ihren Verwendungszweck:

  • Sativa: Sativa wird oft als anregend und inspirierend beschrieben. Sie kann die Konzentration fördern, die Kreativität steigern und die Stimmung heben. Sativa-Sorten werden tagsüber bevorzugt und sind beliebt bei Menschen, die produktiv bleiben möchten.
  • Indica: Indica hingegen hat eine beruhigende und entspannende Wirkung. Sie kann Schmerzen lindern, Schlaf fördern und bei Stress und Angstzuständen helfen. Indica-Sorten sind in der Regel für den abendlichen Gebrauch und die Entspannung gedacht.

Hybriden und ihre Bedeutung

Hybrid Cannabis nennen sich Kreuzungen von Sativa- und Indica-Cannabispflanzen. Diese Kreuzungen werden gezüchtet, um die positiven Eigenschaften beider Sorten zu kombinieren und so spezifische Wirkungen und medizinische Vorteile zu erzielen. Hybriden können Sativa-dominant, Indica-dominant oder ausgewogen sein, je nach den gewünschten Effekten und medizinischen Anwendungen.

Wirkweisen von Hybriden

Hybriden können sehr unterschiedliche Wirkungen haben, abhängig von ihrer genetischen Zusammensetzung:

  • Sativa-dominante Hybriden: Diese Hybriden tendieren dazu, die zerebralen, energisierenden Effekte von Sativa zu betonen, während sie gleichzeitig die körperlichen, entspannenden Eigenschaften von Indica moderieren. Sie können kreatives Denken und Produktivität fördern, ohne die intensive, manchmal angstverstärkende Wirkung von reinen Sativas.
  • Indica-dominante Hybriden: Diese Hybriden neigen dazu, eine beruhigende, körperliche Entspannung zu bieten, kombiniert mit einer milden zerebralen Stimulation. Sie sind oft nützlich für die Schmerztherapie und Entspannung, ohne die intensive Sedierung, die reine Indicas verursachen können.
  • Ausgewogene Hybriden: Diese bieten eine gleichmäßige Mischung aus Sativa- und Indica-Effekten. Sie können sowohl körperliche Entspannung als auch geistige Klarheit und Stimulation bieten. Diese Balance macht sie vielseitig einsetzbar für eine breite Palette von Anwendungen.

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